Der Jenaer Verein für Stadt- und Universitätsgeschichte hat 2021 eine Befragung von Bürgern zum Friedensberg und zum Friedensdenkmal durchgeführt. Beim 11. Tag der Stadtgeschichte sollten Ergebnisse dieser Befragung erstmals vorgestellt werden. Leider fiel das auf Grund der Corona-Pandemie aus (s.u.). Nun sind die Analysen der Befragungsdaten komplettiert worden und können hier heruntergeladen werden:
Leider musste der Tage der Stadtgeschichte coronabedingt abgesagt werden. Dafür haben sich die Vereinsmitglieder Immanuel Voigt und Bernd Martens mit Thomas Stridde von der OTZ am Denkmal getroffen. Hier geht es zu dem Artikel:
Der 11. Tag der Stadtgeschichte am 20.11.21 hat zum Thema Feier- und Festkulten der Stadt, die anhand des Paradies-Parks und des Friedensbergs behandelt werden. An der Veranstaltung wirken maßgeblich Vereinsmitglieder mit: Doris Weilandt berichtet über ihre Forschungen zu Volksfesten im Paradies. Am Nachmittag werden u. a. erste Analysen einer Befragung zum Friedensberg und zum Friedensdenkmal von Bernd Martens vorgestellt. Auf der Grundlage von knapp 100 Fragebögen, die im Oktober 2021 in sechs Jenaer Kindertagesstätten erhoben wurden, geht es um Sichtweisen, Nutzungen sowie Änderungsvorschläge von Eltern und Kita-Mitarbeitenden. Insbesondere das Denkmal ruft dabei ganz unterschiedliche Reaktionen hervor, wie mit ihm künftig umgegangen werden sollte.
Am 12. Juli hatten mehrere Vorstandsmitglieder Gelegenheit, die Baustelle Romantikerhaus zu besichtigen. Erstaunt und beeindruckt zeigten sie sich vom Baufortschritt und der Qualität der Instandsetzung des etwa 350 Jahre alten Gebäudes. In den oberen Ausstellungsetagen sind die Lehmputzarbeiten an Decken und Wänden bereits abgeschlossen. Die Konstruktion darunter wurde nach historischem Vorbild wiederhergestellt. Vor dem Schließen der Wände wurden zudem im gesamten Haus die Voraussetzungen für schnelles Wlan durch entsprechende Leitungen geschaffen. Nach Trocknung der Wände und Decken werden nicht nur die neu verputzten Räume gestrichen, sondern das ganze Haus renoviert. Das betrifft auch die Holzfußböden, die abgeschliffen werden. Der Gesamtzustand des Hauses im Innern verbessert sich durch die Restaurierungsmaßnahmen deutlich.
Noch vor wenigen Monaten ließ sich das Ausmaß der Zerstörungen nicht absehen. Das Wasser, das in der Nacht auf den 12. Februar aus einer geplatzten Leitung durch alle drei Etagen lief, hatte vor allem im Nordwesten des Gebäudes große Schäden verursacht. KIJ als Verwalter der Immobilie konnte erst nach Trockenlegung und eingehender Prüfung durch Fachleute den tatsächlichen Umfang der Schäden feststellen und die erforderlichen Sanierungsarbeiten abstimmen.
Dr. Ulf Häder, der die Mitglieder durch das Haus führte, erklärte, dass nach der Sanierung die Dauerausstellung mit kleinen Änderungen wieder aufgebaut wird. Sie hat den Wassereinbruch nahezu unbeschadet überstanden. Das Foyer wird künftig großzügiger gestaltet und mit Gardarobenschränken ausgerüstet, in der Sonderausstellungsetage soll eine kleine Fachbibliothek eingerichtet werden. Bereits vor Corona hatte Dr. Cornelia Ilbrig den Auftrag von JenaKultur, ein Konzept zur inhaltlichen und gestalterischen Erneuerung der Dauerausstellung des Romantikerhauses zu erarbeiten. Der Verein für Stadt- und Universitätsgeschichte hatte sich im letzten Jahr um eine öffentliche Vorstellung und Diskussion bemüht, musste die Veranstaltung aber wegen der Pandemie absagen.
Leim, Spritze, Pinsel, Spatel, Watte, Schwamm, entmineralisiertes Wasser, Zahnarztsonden, Staubsauger, Heizspachtel und Farben – das alles sind Utensilien, die für die Restaurierung von zwei Schnitzfiguren aus dem Bestand der Stadtmuseums Jena gebraucht wurden. Die von einem Ornament auf Akanthusblättern umgebenen Engelsköpfe aus dem Jahr 1712stammen aus der ehemaligen Kanzel der Löbstedter Kirche. Grund für die Restaurierung im Oktober vergangenen Jahres waren Risse und Löcher im Holz sowie Oberflächenverschmutzungen.
Zustand mit Kittungen. Foto: Gina Grond
Zustand nach Retusche. Foto: Gina Grond
Restauratorin Gina Grond übernahm diese Aufgabe. Sie beschreibt:
„Das Besondere bzw. Schöne an der Restaurierung ist für mich immer die Arbeit an einzigartigen Originalen und somit auch die individuelle Erarbeitung eines Konservierungs- und Restaurierungskonzeptes für jedes einzelne Objekt. In diesem Fall durfte ich an den beiden offenbar einzigen erhaltenen Stücken der ehemaligen Kanzel der Löbstedter Kirche arbeiten. Daher war es besonders schön, Teil daran zu haben, diese beiden letzten Stücke auch für zukünftige Generationen zu bewahren. Die Konservierung und Restaurierung der beiden polychromen, hölzernen Schnitzfiguren bereitete mir außerdem besondere Freude, da ich in meiner Tätigkeit an der Kustodie der Universität Jena vorwiegend an Leinwandgemälden arbeite und ich somit die Möglichkeit habe, in meiner freiberuflichen Nebentätigkeit gemäß meiner fachlichen Spezialisierung vermehrt auch an polychromen Holzobjekten arbeiten zu können.“
Endzustand. Foto: Gina Grond
Der Ankauf und die Restaurierung der Figuren konnte mit Fördermitteln des Vereins für Jenaer Stadt- und Universitätsgeschichte e. V. und der Fielmann AG realisiert werden.
Autorin: Cora Kleesiek
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